Eine kurze Einführung zur Akupunktur-Massage nach Radloff

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Akupunktur-Massage (APM) nach Radloff hat nichts mit Massage oder was wir uns üblicherweise darunter vorstellen, zu tun. Die APM hat ihre Wurzeln in der alten chinesischen Medizin (CM) und wendet sich an den Kreislauf der Lebensenergie (Chi). Beschwerden und Unwohlsein werden dabei als Folge einer ungleichmässigen Verteilung der Lebensenergie und / oder behinderter Energieflussbedingungen verstanden. Mit der Akupunktur-Massage werden diese Störungen schnell und präzise lokalisiert und durch verschiedene Massnahmen harmonisiert, wodurch die Selbstregulation des Körpers gestärkt wird und sich Beschwerden und Störungen schnell zurückbilden können.

Die Behandlung der Becken-, Wirbelsäulen- und peripheren Gelenke ist dabei ein fester Bestandteil des Therapiekonzepts, weil fehlartikulierende Gelenke eigenständige Beschwerden auslösen können und weil sie dazu neigen, Störungen im Energiekreislauf zu verursachen. Je nach Art und Intensität der Problemstellung werden auch die Organe, die Muskulatur, das Bindegewebe und die Struktur und Beschaffenheit der Haut in die Behandlung einbezogen. Ergänzend dazu fliessen bei wiederkehrenden Störungen die konstitutionellen Grundvoraussetzungen der Klienten in die Therapie ein.

Geeignete Anwendungsgebiete (Indikationen)

Die Akupunktur-Massage nach Radloff ist ein effizientes, schnell wirksames und gut überprüfbares Therapiekonzept mit einem klaren und strukturierten Behandlungsaufbau. Sie kann bei den unterschiedlichsten Beschwerden zur Anwendung kommen und spielt ihre Stärken besonders bei therapieresistenten und multiplen Beschwerden und Störungen aus. Das vordringliche Ziel der APM liegt immer in der ursächlichen Behandlung von Störungen.

Das strukturierte Behandlungskonzept ermöglicht mir, den Klienten jederzeit auf einfache Art und Weise zu erklären, woran ich arbeite, weshalb und mit welcher Absicht respektive mit welcher Zielsetzung. Dadurch ist eine laufende Überprüfbarkeit meiner eingesetzten therapeutischen Mittel durch mich und die Klienten gewährleistet.

Die Akupunktur-Massage kann für jede Altersgruppe, vom Baby bis zum alten Menschen, empfohlen werden. Darüber hinaus bietet sie sich auch in der Prävention an, weil energetische und statische Störungen (zum Beispiel Blockaden in der Wirbelsäule) erkannt und korrigiert werden, bevor sich daraus eine Beschwerde entwickeln kann.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Beschwerden, die sich mit der Akupunktur-Massage behandeln lassen:

Eingesetzte therapeutische Massnahmen

  • Behandlung der Meridiane (Energieleitbahnen)

  • Behandlung von Akupunktur-Punkten (ohne Nadeleinsatz)

  • Mobilisation der Becken- und Wirbelsäulengelenke

  • Mobilisation der peripheren Gelenke

  • Behandlung der Organe durch Energieausgleich

  • Behandlung von Bindegewebezonen

  • Behandlung von Narben (z.B. nach Operationen)

  • Behandlung der Muskulatur und Faszien (bei Bedarf)

  • Behandlung mittels Kräutern und Vitalpilzen (bei Bedarf)

  • Förderung der Eigenwahrnehmung der Klienten

  • Beratung der Klienten in Fragen der Ernährung und Bewegung

  • Instruktion der Klienten zur Selbstbehandlung (bei Bedarf)

Behandlungsablauf

Der Behandlungsablauf folgt einer klaren und nachvollziehbaren Struktur. Die Vorgehensweise bei akuten Beschwerden, zum Beispiel bei einem heftigen Hexenschuss, unterscheidet sich dabei ein wenig vom Behandlungsablauf bei nicht-akuten Beschwerden. Ebenso unterscheidet sich die Behandlung von Kindern ein wenig von der Behandlung von Erwachsenen und sie wird üblicherweise im Beisein der Eltern durchgeführt.

Der Behandlungsablauf beinhaltet im Wesentlichen folgende Schritte:

  • Ausführliche Befunderhebung / Anamnese bei Erstbehandlungen resp. Überprüfung und Besprechung der Wirkung der vorangegangen Behandlung

  • Bestimmung und Vereinbarung der Behandlungsziele bei Erstbehandlungen resp. Anpassung der Zielsetzungen bei fortgeschrittenem Behandlungsverlauf

  • Körperbefund erstellen (Ohrreflexzonen und andere Bereiche) und Festlegung der Behandlungsstrategie abgeleitet vom erstellten Befund

  • Durchführung der schmerzfreien energetischen Behandlung (Energieleitbahnen, Akupunktur-Punkte, Faszien, Muskulatur, Bindegewebszonen) ohne Einsatz von Nadeln

  • Durchführung der schmerzfreien Behandlung der Körperstatik (Becken- / Wirbelsäulengelenke und bei Bedarf Behandlung der Arm- und Beingelenke)

  • Überprüfung der Wirkungsweise der durchgeführten Behandlung

  • Abschlussgespräch und bei Bedarf Instruktionen abgeben

Bei der Durchführung der Behandlung wird darauf geachtet, dass den Klienten durch die eingesetzten Mittel keine Schmerzen zugefügt werden. Daher eignet sich dieses Behandlungskonzept auch sehr gut für Kinder aller Altersgruppen.

Für eine Behandlung muss in der Regel zwischen 45 und 75 Minuten einberechnet werden. Die Anzahl der notwendigen Behandlungen richtet sich dabei nach der Art und Intensität der Problemstellung und des Alters der Klienten. In der Regel lässt sich innerhalb von 3 - 5 Behandlung beurteilen, ob die Beschwerdesituation nachhaltig beeinflusst werden kann.